BVLH zur BTW 2017

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I. Marktgerechte Lieferbeziehungen fördern

Zur Bundestagswahl 2021 fordert der BVLH:

Der neue Bundestag und die neue Bundesregierung müssen sich zu einer zeitgemäßen und wettbewerbskonformen Agrarpolitik bekennen, die zum einen die nachhaltige Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln fördert und zum anderen mithilfe marktorientierter Steuerungs- und Förderinstrumente Bäuerinnen und Bauern unmittelbar hilft, erzeugerspezifische Risiken abzufedern.

Die Landwirtschaft gehört zu den ältesten Kulturtechniken. Die zielgerichtete Erzeugung von Nahrungsmitteln ist eine fundamentale Voraussetzung für die Ernährungssicherung. Aus diesem Grund muss Deutschland in der Lage sein, seine Einwohnerinnen und Einwohner mit Lebensmitteln zu versorgen. Dafür braucht unser Land eine zukunftsfähige Landwirtschaft.

Die Corona-Pandemie hat deutlich werden lassen, wie systemrelevant eine funktionsfähige Lebensmittelversorgungskette ist. Kein Glied der Lebensmittelkette wäre ohne die anderen in der Lage, die Nahrungsmittelversorgung in Deutschland sicherzustellen.

Als eine wichtige Schnittstelle zwischen der Lebensmittelwertschöpfungskette und der Gesellschaft bekennt sich der Lebensmittelhandel im Rahmen seiner Primärverantwortung dazu, wirkungsvoll zu einer umweltgerechten, ressourcenschonenden und sozialverträglichen Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln beizutragen.

Mehrwertprogramme kommen allen Beteiligten der Wertschöpfungskette zugute.

Die Reichweite der Mitgestaltungsverantwortung des Lebensmittelhandels findet ihren Rahmen in der Rechts- und Wettbewerbsordnung unserer Marktwirtschaft. Bei ihren Maßnahmen orientieren sich die Unternehmen an der Preissetzungsfreiheit auf der Basis von Angebot und Nachfrage, der Vertragsautonomie, den Prinzipien der Wettbewerbsstrategie als Voraussetzung für einen Angebotswettbewerb um Qualität und Preis sowie an den Warenströmen und Lieferbeziehungen in der Lebensmittelwertschöpfungskette.

Auf diesen Grundlagen wirkt der Lebensmittelhandel bereits heute entscheidend bei der Umsetzung von Mehrwertprogrammen mit, bei denen die heimischen Agrarrohstoffe, die Erzeugerleistung sowie die nachhaltige Produkt- und Prozessqualität einen Zusatznutzen erzeugen, der Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie allen Beteiligten in der Lieferkette zugutekommt.

Ein Best-Practice-Beispiel für diesen Ansatz ist die Initiative Tierwohl (ITW). Für die höheren Haltungsstandards der ITW haben die teilnehmenden Lebensmittelhandelsunternehmen bisher fast 700 Millionen Euro bezahlt. Heute ist die ITW eines der weltweit größten privaten Tierwohlprogramme.


Erklärfilm: Die Wertschöpfungskette von Lebensmitteln in Deutschland am Beispiel Milch


Infografik: Die Lebensmittelwertschöpfungskette am Beispiel der Milch

Infografik: Preisbildung und Vielfalt von Milch