BVLH zur BTW 2017

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III. Ernährung gemeinsam verbessern

Zur Bundestagswahl 2021 fordert der BVLH:

Die neue Bundesregierung muss unter Wahrung der verfassungsmäßigen Aufgabenteilung zwischen Bund und Ländern die Ernährungsbildung engagiert vorantreiben. Damit leistet sie einen wirksamen Beitrag dazu, dass das Ziel einer möglichst ausgewogenen Ernährung für alle gelingen und der Weg der schrittweisen und freiwilligen Reduktion von Zucker, Salz und Fett in Fertigprodukten wirksam fortgesetzt werden kann.

Als zeitgemäßer Lebensmittelversorger spielt der deutsche Lebensmittelhandel eine entscheidende Rolle dabei, dass Ernährungstrends ihren Weg rasch in das Nahrungsmittelangebot finden. Das betrifft auch den zunehmenden Wunsch von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die Ernährung stärker an einer bewussten Lebensführung auszurichten. Der Lebensmittelhandel ermöglicht durch sein Angebot eine Auswahl verschiedener Produkte nach individuellen Bedürfnissen, die Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sind.

In den Geschäften werden viele Nahrungsmittel angeboten, die beispielsweise weniger Zucker, Salz oder Fett enthalten. Um dem Übergewicht in der Bevölkerung stärker zu begegnen, haben die Handelsunternehmen bereits vor mehreren Jahren begonnen, den Zucker-, Salz- und Fettgehalt ihrer Eigenmarken-Produkte anzupassen. Zudem engagiert sich der deutsche Lebensmittelhandel im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salze in Fertigprodukten im Schulterschluss mit Politik und Wirtschaft.

Die am Strategieprozess der Bundesregierung beteiligten Lebensmittelhandelsunternehmen verfolgen das Ziel, den Gehalt von Zucker, Salz und Fett in Fertigprodukten ihres Eigenmarkensortiments auf ein Maß zu senken, das im Ergebnis zu einer ernährungsphysiologisch günstigeren Nährstoffkombination führt. Bei der Rezepturanpassung dürfen die Handelsunternehmen wichtige Parameter wie Haltbarkeit und Produktsicherheit nicht außer Acht lassen. Des weiteren müssen sie berücksichtigen, dass sich Geschmacksvorlieben nur langsam ändern. Außerdem braucht es die Bereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher, die neuen Produkte auch zu kaufen. Die Anpassung des Eigenmarkensortiments ist also kein Prozess, der von heute auf morgen geschieht, sondern der eine gewisse Umstellungszeit benötigt, um erfolgreich zu sein.

Umfassende Ernährungsbildung kann die Bürgerinnen und Bürger befähigen, ein gesundes Leben zu führen.

Um eine gesunde Lebensführung der Bevölkerung zu fördern, muss das Wissen um Lebensmittel, Ernährung und Lebensstil bei Verbraucherinnen und Verbrauchern, speziell in Familien, ausgebaut werden. Mithilfe einer umfassenden Ernährungsbildung können Bürgerinnen und Bürger befähigt werden, sich für eine gesunde Lebensführung zu entscheiden und beim Einkauf sowie im Alltag ihre Kenntnisse im Umgang mit Lebensmitteln einzusetzen. Hier sind Politik, Gesundheitsorganisationen sowie öffentliche Bildungseinrichtungen ebenso gefragt wie die Wirtschaft, um Bürgerinnen und Bürger in ihrer Eigenverantwortung zu stärken. Dazu leistet der deutsche Lebensmittelhandel einen wichtigen Beitrag.